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Coworking-Community in Spanien: wer mit am Tisch sitzt

Von Niko · Head of Making Cool Stuff

Wer in einem ländlichen Coliving in Spanien arbeitet, bleibt wegen der Leute. Wen du in Nuño Gómez triffst und was abends am Tisch passiert.

Was ländliches Coworking trägt, steht in keinem Datenblatt. Es sind zwölf Leute, die abends zusammen essen. Gemeinschaft lässt sich nicht installieren. Sie kommt hier aus einem kleinen Coworking, aus gemeinsamen Mahlzeiten und aus einem Dorf mit rund 100 Einwohnern, in dem die Nachbarn unsere Coworker beim Namen kennen.

Wir betreiben Hamlet's Friends in Nuño Gómez, mitten in der Sierra de San Vicente, rund eineinviertel Stunden von Madrid. Die meisten kommen wegen der doppelten 600-Mbit/s-Glasfaser und wegen der Ruhe des toledanischen Landes. Länger bleiben sie wegen der Leute am Frühstückstisch.

Die Community ist hier das Produkt

Eine Coworking-Community in Spanien ist kein Extra, das wir an den Arbeitsplatz schrauben. Vier Wände und einen Router vermietet dir jeder. Selten ist eine Gruppe, die dieses Leben kennt, ohne dass du es erklären musst: das Jonglieren mit Zeitzonen, den Kunden, der drei Wochen abtaucht, den kleinen Sieg, freitagnachmittags noch etwas auszuliefern. Sitzt du zwischen solchen Leuten, fühlt sich Arbeit nicht mehr an wie eine Solo-Expedition.

Es hat auch einen ganz praktischen Vorteil. Aus einem Abendessen wird eine Zusammenarbeit, eine Empfehlung oder ein Auftrag, weil sich jemand gemerkt hat, womit du dein Geld verdienst. Visitenkarten wechseln hier nie den Besitzer. Das passiert nebenbei, zwischen zwei Kaffees und beim Kochen, und deshalb hält es auch.

Wie die Community im Alltag funktioniert

Ehrliche Antwort: aus Versehen, mit Absicht. Teambuilding-Übungen gibt es bei uns nicht. Niemand zieht in ein Dorf in der Sierra, um Kennenlernspiele zu spielen. Den Rest macht der gemeinsame Tagesablauf. Der sieht ungefähr so aus:

  • Vormittags im Coworking: Kopf runter, kaum ein Wort, die Sorte Konzentration, die zu Hause allein selten zustande kommt.
  • Mittagspausen, die zu einem kniffligen Projekt abdriften und es manchmal lösen.
  • Späte Nachmittage auf der Terrasse, wo aus dem Bug von einer Person der Bug von dreien wird.
  • Abendessen an der langen Tafel und danach ein Gang in die Hügel, wo die Gespräche länger werden.

Du kannst so gesellig oder so zurückgezogen sein, wie du willst. Die Community ist da, wenn du sie suchst, und sie lässt dich in Ruhe, wenn eine Deadline drückt. So gehört sich das ja auch.

Wen du hier triffst

Entwicklerinnen, Designer, Gründerinnen, Autoren, Beraterinnen: Leute aus aller Welt, die sich entschieden haben, dass gutes Internet und Blick auf die Berge jeden Arbeitsweg schlagen. Der gemeinsame Nenner ist kein Jobtitel, sondern eine Art zu arbeiten und ein paar geteilte Werte. Die Mischung macht es. Wer wochenlang neben jemandem sitzt, der ein anderes Fach, ein anderes Land und andere Methoden mitbringt, arbeitet danach anders. Das ist die leiseste Form von Weiterbildung, die wir kennen. Unsere Google-Bewertung liegt bei 5,0 aus 183 Rezensionen, und in fast allen geht es um die Leute.

Was nach Feierabend passiert

An diese Abende erinnern sich die Leute später: ein langes Essen mit Wein aus der Gegend und ohne Handys auf dem Tisch, eine Wanderung durch die Sierra de San Vicente in den Sonnenuntergang, ein Mini-Workshop nach dem Abwasch, weil der halbe Tisch wissen will, wie jemand seinen Job macht. Auf keiner Firmenagenda steht so etwas. Es passiert, weil du nach ein paar Wochen mit denselben Leuten mehr teilst als das WLAN-Passwort.

Wenn du mit dem Gedanken spielst: Hier steht, was im Coliving drinsteckt, wie das Coworking aufgebaut ist und was remote arbeiten in der Nähe von Madrid praktisch heißt, ohne aufs Land zu verzichten.

ColivingCoworkingremote in der Nähe von Madrid

Von überall aus arbeiten zu können ist gut. Mit Leuten am Tisch, die deinen Job verstehen, ist es besser. Komm vorbei und iss einmal mit uns.

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Häufige Fragen

Lerne ich hier schnell Leute kennen?
Kaum zu vermeiden, ehrlich gesagt. Das Coworking ist klein genug, dass du im Lauf eines Tages allen einmal begegnest, wir essen gemeinsam, und abends sitzt fast immer jemand draußen. Das Gegenteil eines Stadt-Coworkings mit 200 Plätzen.
Und wenn ich meine Ruhe will?
Auch gut, und gar nicht selten. Die Cabins sind in sich abgeschlossen, und die Sierra liegt direkt vor der Tür. Die meisten kommen wegen der Ruhe und sitzen am dritten Abend trotzdem an der langen Tafel. Wir zwingen niemanden.
Muss ich übernachten, um dabei zu sein?
Nein. Mit dem Tagesticket für 25 € hast du das Coworking und alle, die gerade da sind. Wer über Nacht bleibt, ist abends allerdings näher dran.